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Selbstopimierungswahnsinn

Selbstoptimierungswahnsinn und Schokolade

Jede Menge Bücher, Zeitschriften, Websites, Videos, Blogs und Newsletter meinen es gut mit uns und wollen uns dabei unterstützen, glücklicher, gesünder und erfolgreicher zu werden. Der Wunsch, an uns selbst zu arbeiten und eine noch bessere Version unserer Selbst zu werden, ist tief in uns verankert. Und das ist auch gut so, denn sonst würden wir noch in Höhlen sitzen und das Getreide von Hand mit dem Reibstein mahlen.

Doch wie immer gilt hier: das gesund Maß!

In Gesprächen nach meinen Vorträgen oder auch in Coachings erlebe ich immer wieder, wie Menschen es mit ihrer Selbstoptimierung übertreiben. Sie sind davon überzeugt, dass sie sich unter Kontrolle haben müssen und dass nur sie allein für ihr Leben verantwortlich sind.

Die gute Absicht dieser Haltung ist, dass wir meinen, Ohnmachtsgefühle zu vermeiden, denn wir wollen uns der Willkür des Lebens nicht ausliefern. Wir haben das Steuer doch selbst fest in der Hand. Das ist natürlich nicht immer ein Zuckerschlecken. Wir brauchen eiserne Disziplin und Willenskraft. Wir strengen uns an, immer stark zu sein und alles alleine geregelt zu bekommen. Oder wir bemühen uns, es anderen immer recht zu machen. Wir werden für unsere Mitmenschen so angepasst wie möglich, um Konflikte zu vermeiden und uns die Zuwendung Anderer zu sichern. Wir suchen die Ursache für alle Geschehnisse unseres Lebens in uns selbst und glauben damit Ohnmachtsgefühle zu vermeiden. Wir wollen doch Gestalter sein – kein Opfer! Und so wird alles, was in unserem Leben nicht funktioniert, zum Beweis, dass mit uns etwas nicht stimmt. Und schnell fühlen wir uns dann als Versager. Tolle Selbstoptimierung!

Nicht jeder mag Schokolade

Die gesamte Berater-, Coaching-, Hilfe- und Selbsthilfebranche lebt von unserem Wunsch, uns zu vervollkommnen.  Ich auch – sogar gut. Säge ich mit diesem Artikel nicht an dem Ast, auf dem ich sitze? Nein, denn ich finde, es ist dringend an der Zeit, mal wieder zu würdigen, wie wir sind. Mal inne zu halten, die Hände für einen Augenblick in den Schoss zu legen und sich daran erfreuen, was wir schon erreicht haben. Und es ist auch mal an der Zeit darüber nachzudenken, ob wir die Selbstoptimierung möglicherweise etwas zu wahnsinnig betreiben. Natürlich streben wir danach, uns weiter zu entwickeln. Doch dabei sollten wir auch von unserem gesunden Menschenverstand Gebrauch machen und vor allem auch auf unser Herz hören. Alles was uns glücklicher macht, was uns beschwingt, inspiriert und erfüllt ist erlaubt. Der eine findet es spannend darüber nachzudenken, welche Ziele und Visionen er im Leben hat, der andere fühlt sich schlecht, weil ihm nichts dazu einfällt. Und das ist nicht der Sinn der Sache! Der eine findet es inspirierend darüber nachzudenken, was er alles machen würde, wenn ihm der Erfolg immer garantiert wäre, der andere findet diese Vorstellung lächerlich, zugleich schämt er sich etwas, weil er meint, er müsste jetzt vor Ideen nur so sprudeln und ihm nichts in den Sinn kommt. Es gibt zahlreiche Interventionen, Übungen, Gedankenexperimente, die man zur Arbeit an sich selbst verwenden kann. Doch es ist wie mit der Schokolade. Man muss sich seine Sorte selbst aussuchen. Manch einer mag nur Vollmilch. Ein anderer liebt Bitterschokolade. Und wieder ein anderer isst lieber Gummibärchen. Im gesunden Maß schmeckt jedem seins. Wahnsinnig wird die Selbstoptimierung dann, wenn wir für jeden Umstand in unserem Leben, die Ursache hauptsächlich in uns selbst sehen. Ich bin überzeugt, dass unser Leben viel zu komplex und zu kompliziert ist, um mit einem einzigen Konzept alles erklären zu wollen. Und bei zu viel Selbstoptimierung bleibt die Selbstliebe leider auf der Strecke, weil wir vergessen, uns so zu lieben wie wir sind.

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Nicola Fritze

Nicola Fritze ist Autorin und Rednerin. Ihre Themen sind Motivation und Persönlichkeitsentwicklung. Kurz gesagt: Sie ermutigt Sie dazu, der Mensch zu werden, der Sie sein wollen - persönlich und beruflich.
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