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Wie man schlechter Arbeit den Riegel vorschieben kann

Werte für gute Arbeit

“Gute Arbeit” heißt der Bericht, den der DGB Jahr für Jahr vorstellt. Den Ergebnissen nach müsste er eigentlich “Schlechte Arbeit” heißen – so schockierend sind die Resultate.

Kostproben gefällig?

·         Über die Hälfte der Beschäftigten fühlt sich laut Studie oft gehetzt und unter starken Zeitdruck gesetzt.

·         Fast ein Drittel gibt an, keinerlei Einfluss auf die Menge an Arbeit zu haben, die diese Personen erledigen müssen.

·         Über 40% sagen, in ihrem Betrieb herrsche ein Klima, in dem Probleme nicht gegenüber Vorgesetzten angesprochen würden.

·         Und auch die Perspektive nach vorne ist für viele trübe: fast die Hälfte der Befragten erwartet, dass die gesetzliche Rente nicht zum Leben reichen wird.

Niemand will schlechte Arbeit

Tja, eher deprimierend, oder? Wir reden die ganze Zeit von den Chancen, die sich durch die Digitalisierung bieten. Aber ankommen tut scheinbar vor allem hoher Druck, immer intensivere Arbeit, gestresste Unternehmenskulturen.

Das Spannende daran: niemand will schlechte Arbeit. Wenn ich mit meinen Kunden rede, hat jede und jeder genau das entgegengesetzte Ziel. Die Menschen – inklusive aller Führungskräfte – streben individuell nach guter Arbeit. Sie wollen, dass stressfreie Arbeit möglich ist, langfristige Gesundheit, Freude und guter Austausch bei der Arbeit. Und trotzdem kommt am Schluss Jahr für Jahr das gleiche, eher negative Ergebnis zutage, wenn Mitarbeitende befragt werden…

Werte als Hebel

Woran liegt das? Meiner Erfahrung nach vor allem daran, dass zu viele Führungskräfte damit beschäftigt sind, kurzfristig Feuer zu löschen. Was zu selten passiert, ist ein gutes Gespräch mit allen Kolleginnen und Kollegen darüber, wie es besser gehen kann, und damit Alltagsschmerz reduziert. Gesünder, entspannter und trotzdem – oder gerade deshalb! – mit tollem Ergebnis.

Klingt vielleicht banal. Aber das offene Arbeiten an der Frage, wie es anders besser gehen kann, ist der Schlüssel für nachhaltigen Wandel. Ein guter Startpunkt für diesen Austausch ist das Reden über Werte. Was bedeuten die Werte der Organisation im Alltag? Wo werden sie schon gelebt? Und was müsste konkret geschehen, damit Werte mehr und besser gelebt werden als bislang? Die Ideen, die hierbei entstehen, bilden schnell ein stabiles Fundament für echte Verbesserung.

Anderes Verhalten braucht Mut

Bei Worten darf es dabei natürlich nicht bleiben. Wandel geschieht, wo Menschen langfristig ihr Verhalten verändern. Deshalb beginnt jede echte Verbesserung damit, dass Menschen sich an die eigene Nase packen – und Erkenntnisse und gute Ideen umsetzen. Und zwar konsequent, auch gegen Widerstände.

Diesen Mut braucht es. Der hilft nämlich, gegen die Gegenkraft anzukommen, die sinnvollem, menschlichem Verhalten oft im Weg stehen. Seien es unsinnige Regeln, Bürokratiefetischismus oder schlicht mieses Verhalten – sich dagegen zu stemmen, das verlangt durchaus Courage.

Das Tolle ist aber: oft reicht schon ein bisschen Widerstand, um die Tür für das Neue weit aufzustoßen. Deshalb gilt: resignieren Sie nicht wegen schlechter Arbeit. Sondern gucken Sie, was Sie – gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen – verändern können. Dann geben Sie guter Arbeit eine echte Chance!

Nicola Fritze hat 4,64 von 5 Sternen | 162 Bewertungen auf ProvenExpert.com